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TCM 01Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) hat ihren Weg auch nach Europa gefunden. Für viele Menschen ist sie gleichbedeutend mit der Akupunktur. Da diese in vielen Arztpraxen und auch bei Hebammen praktiziert wird, vergisst man, dass die TCM viele andere Behandlungsmethoden beinhaltet.

Zunächst muss man wissen, warum die TCM sich so grundsätzlich von der Schulmedizin unterscheidet. In der westlichen Medizin kommt ein Patient mit einem oder mehreren Symptomen zum Arzt. Dieser wird nach der körperlichen Untersuchung (Abhorchen, Blutdruck- und Pulsmessung) und Befragung (Anamnese) des Patienten vielleicht noch andere spezifische Untersuchungsmethoden zurate ziehen, um seine Diagnose zu untermauern. Bei komplexeren Krankheitsbildern ist oft eine Blutuntersuchung, Röntgen oder MRT u.v.m. vonnöten.

In der Traditionellen Chinesischen Medizin ist die Herangehensweise in der Diagnostik eine andere. Auch hier wird der Patient betrachtet und befragt, allerdings geht der Untersucher ganz anders vor. Unerlässlich für die Diagnosefindung sind hier die Betrachtung der Augen, der Zunge und des Pulses. Der Chinese glaubt, dass der Mensch eine dunkle kühle Seite (Yin) und eine helle warme Seite (Yang) hat.  Die 5 Elemente Feuer, Erde, Metall, Wasser und Holz sind im Auge auf der Zunge und der daumenwärtigen Seite des Unterarms abgebildet. Die Elemente beinhalten Yin und Yang. Diese sollten im Einklang sein, weil der Körper sonst in ein Ungleichgewicht gerät, was sich als „Syndrom“ äußert. In der westlichen Medizin spricht man dann von einer Erkrankung.

Zur Wiederherstellung des Einklangs von Yin und Yang ist die Mitarbeit des Patienten unerlässlich. Dem Therapeuten fällt fast die Rolle des Werkzeugs zu, mit dem der Patient arbeiten muss, denn der Grundpfeiler der Gesunderhaltung ist die Ernährung. Wie man auch hier zu Lande weiß, ist nicht jedes Nahrungsmittel für jeden Menschen geeignet. In der TCM geht es vor allem über die thermischen Eigenschaften der Nahrungsmittel. Wenn eine Patient vorwiegend thermisch „kalte“ Lebensmittel wie Joghurt, Weizen oder Wasser zu sich nimmt, kann ihm das genauso schaden, als wenn er nur thermisch „warme oder heiße“ Nahrung konsumiert.

TCM 02 Für den Therapeuten gilt es nun herauszufinden, warum der Körper aus dem Gleichgewicht geraten ist, und dieses mithilfe verschiedener energetischer Techniken und einer Ernährungsumstellung wiederherzustellen.

Dazu stehen eine Bandbreite von Behandlungstechniken zur Auswahl. Neben der Akupunktur gibt es das Schröpfen, die Moxatherapie (Erwärmen der Akupunkturpunkte mit gepresstem Beifuß), die Gua Sha (Schabetechnik mit Hornplättchen), die Tui- Na (spezielle Massagetechniken und Mobilisationsgriffe), Akupressur, Shiatsu und energetisierende Atem- und Bewegungsübungen (Tai Chi Chuan und Qigong).

Der behandelnde Therapeut entscheidet mit dem Patienten zusammen über die anzuwendende Maßnahme.

Die TCM ist eine großartige ganzheitliche Therapie, die bei guter Zusammenarbeit von Therapeut und Patient zu gutem Erfolg führen kann.

Der Patient sollte sich aber darauf einstellen, dass hier mindestens 6-10 Sitzungen nötig sind. Ein durch jahrelange falsche Ernährung und Medikamente belasteter Körper braucht seine Zeit um sich umzustellen. Hier ist auch eine große Portion Geduld gefragt.

Wichtitg: Wie bei allen Therapien, die ich anbiete, komme ich auch hier meiner Sorgfaltspflicht als Therapeutin nach. Sollte ich feststellen, dass bei Patienten eine schwerwiegende Grunderkrankung vorliegt oder es andere medizinische Gründe gibt, die eine Behandlung von meiner Seite in Frage stellen, rate ich diesen selbstverständlich, den Hausarzt aufzusuchen, um Kontraindikationen zu klären.

Bildnachweis: www.fotalia.de